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25. April 2009

Ana Popovic...!

"Der Culturkreis Gelderland sorgte dafür, dass der Kreis Kleve nun endlich kein schwarzer Fleck in der Landschaft mehr ist, zumindest, was Ana Popovic-Konzerte betrifft.
Die 250 Karten waren ruckzuck an den Mann/die Frau gebracht worden, sodass bereits sechs Wochen vor dem Gig-Termin 'ausverkauft' gemeldet werden konnte.

Ana Popovic setzte auf die bewährten sowie sehr guten Begleitmusiker.
Mit dieser Band hat sie nun schon unzählige Konzerte gespielt und dennoch ist jeder Gig Neuland, auch für erfahrene Popovic-Fans, die sie nicht das erste Mal auf der Bühne sahen.

Instrumental legten die drei männlichen Musiker furios los und dann kündigte Robert Jonker mit seiner emotionalen Ansage die Protagonistin des Abends an.
Frenetisch wurde die Cosmopolitin begrüßt und mit einem Song-Trio ohne Pause eröffnete das Quartett den energiegeladenen Abend. Alle Musiker sind begeisternde Aktivisten vor dem Blues-Herrn, auch wenn der 12-Takter nicht immer bei allen Titeln als zentrale Genre-Figur präsent war.
Namentlich waren es "U Comfort Me", "Is This Everything There Is" sowie "How'd You Learn To Shake It Like That", die für einen hervorragenden Einstieg in einen schweißtreibenden Abend sorgten. Nicht nur wegen der mittlerweile sehr angenehmenen Frühlingstemperaturen, sondern weil es Popovic & Co. mit Funk, Latin-Jazz sowie mächtig viel Slide-Gitarre verstanden, richtig Dampf im Muddy Waters Saal zu machen. Nur wegen der Location gab es allerdings keinen Muddy Waters-Song.

Papadia mimte während weiter Strecken des Konzerts den relaxten Keyboarder, der das Treiben auf der Bühne beobachtet, wenn er allerdings solierte, wurde sein Alter Ego aktiv und der hörte auf den Namen Irrwisch. Was der Keyboarder mit seinen beiden ihm zur Verfügung stehenden Tastenreihen anfing, war Gänsehaut und Staunen gleichzeitig. Seinen jazzigen Einschlag brauchte er nicht unter den Tisch zu kehren. Und wenn er sich von seinem Hocker erhob, konnte man gewiss sein, dass es dann erst richtig abging. Zeitweise bearbeitet der Italiener die schwarzen und weißen Tasten nicht nur mit seinen Fingern, sondern auch mit dem linken Unterarm. Neben der Jazz-Linie hatte er auch hervorragende funkige Momente auf Lager.
Nicht nur er sowie Jonker sorgten für mächtig viel Groove… Ron Wright war, wenn es darum ging, stets zur Stelle.

"Hungry" war nicht nur eines der gespielten Stücke, sondern auch so etwas wie das Motto des Abends. Hungrig auf Mehr von dieser tollen Unterhaltung, die Ana Popovic geschrieben hat.
Wie gut ihre Musik bereits in ihrer frühen Karriere war, stellte sie durch ein Zitat aus ihrer Platte "Hush" unter Beweis… "Hometown".
Bevor es zum letzten Song der ersten Gig-Runde kam, gab es noch "Change My Mind" von der CD "Comfort To The Soul".
Dann gab es eine kurze Absprache. Als sie "House Burning Down" ankündigte und Jimi Hendrix erwähnte, war die Stimmung im Saal auf dem Siedepunkt.
Überschritten wurde dieser durch die Popovic/Jonker-Showeinlage, bei der so mancher Zuschauer den Hals strecken musste, um das Geschehen auf der Bühne mitzubekommen. Nichtsdestotrotz ist ihre Interpretation eine sehr gute Lesung des Gitarren-Idols.

Boah, es war warm im Saal und viel Leuten nutzen die Pause nicht nur für eine Zigarette, sondern auch um frische Luft zu schnappen.
Jonker als Gitarren-Roadie stimmte die sechssaitige Akustische und stellte der Ana den Barhocker zurecht.
Die deutlich jazzigste Abteilung folgte mit den beiden "Still Making History"-Songs "Calendars" sowie "Doubt Everyone But Me", die sie in Begleitung ihrer Band sang und spielte. Das hatte man auch schon im Alleingang gehört. An Höhepunkten gespickt hat die Zukunft des Blues & More einen ihrer stärksten Momente…
Mit einem intensiv groovenden Abstecher namens "Love Fever" hielt man die Besucher mit der Steely Dan-Nummer "Night By Night" in Bewegung und ihr Instrumental "Navajo Moon" war wieder vollgepackt mit Emotionen. Ein gigantische Vorstellung, die jetzt geboten wurde!
Ein "Hold On" durfte auf keinen Fall in der Setlist fehlen.
So einige Stile hatte das Konzert schon gestreift oder vertieft, aber wo war der Reggae, den Ana Popovic seit "Still Making History" auch hervorragend drauf hat?

Nach der vom Publikum mit lautem Beifall und Pfiffen geforderten Zugabe war es dann soweit… "Between Our Worlds" heizte die Stimmung wieder an und nach einem langen Abstecher in den Blues ("The Hustle Is On" von T-Bone Walker) folgte als krönender Abschluss "Sexiest Man Alive" "for all the women in the house".250 Zuschauer hatten eine Ana Popovic in Höchstform erlebt.
Die Einbindung des Publikums fehlte in "Hold On" ebenfalls nicht und als Fazit eines zweieinhalbstündigen Konzerts kann abschließend nur geschrieben werden, dass es der Gitarristin und Sängerin abermals gelungen ist durch treibende Stücke als auch große Momente der Emotionen einen hervorragenden Gig gespielt zu haben.Natürlich geht auch ein dickes Lob an die Band. Klasse!"

 

Bericht: Joachim Brookes (Online Magazin Rocktimes)

 

Fotos: Gregor Pickers

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