CULTURKREIS GELDERLAND e.V.

aus: Rheinische Post vom 13.11.2007

"Was groovt, ist gut"

Mit der niederländischen Band "The Bluesbreakers" fand der Culturkreis Gelderland im Muddy-Waters-Saal der "Niersbrücke" einmal mehr den Beifall der Fans

von Christoph Kellerbach

GELDERN Die „Niersbrücke" stand zum wiederholten Male im Zeichen von Blue Notes und Mundharmonika, denn der Culturkreis Gelderland hatte wieder eine erstklassige Band in die Region gebracht. Viele Gäste der von der Volksbank an der Niers gesponserten Bluesparty waren nicht zum ersten Mal vor Ort. So sind Marlies und Helmut Grawe, der selbst Hobbymusiker ist, schon Stammgäste bei den Veranstaltungen. „Wir sind schon dabei gewesen, als die Bands noch im Sommergarten gespielt haben", sagt Helmut Grawe. „Hier gibt es immer umwerfend gute Musik, und man trifft auch auf Gleichgesinnte."

Schon lange ein Geheimtipp

An diesem Abend gab es knapp 150 Gleichgesinnte im „Muddy-Waters-Saal" der „Niersbrücke", denn die niederländische Band „The Bluesbreaker" wird schon länger als Geheimtipp in der Szene gehandelt. Die fünfköpfige Band ist rund um Frontmann Dik Korving aufgebaut. Ein Musiker-Urgestein, das sich selbst aber auch gerne scherzhaft als „Blues-Opa" bezeichnet. Er ist seit 1962 aktiv in der Musik und kein bisschen leise geworden. Mit auf der Bühne waren wie so oft seine beiden Lieblinge. Zum einen seine Lieblingsgitarre, eine Gibson Les Paul Standard aus dem Jahr 1959, und zum anderen die heißgeliebten Zigarren. „Die sorgen auch dafür, dass meine Stimme so gut klingt", sagt Korving und grinst verschmitzt. Ihm zur Seite stehen Marco Wijnands am Schlagzeug und Marco „McMurphy" Roks am Bass. Reinhard Saemisch an der Bluesharp ist der einzige Deutsche in der Band und sogar aufgewachsen in Geldern, bis ihn seine Arbeit als Berufssoldat in die Ferne zog. „Wenn wir eine Botschaft haben, dann die, dass wir den Blues nicht sterben lassen und immer mehr Leute bekehren wollen", meint Sae-misch und lacht, „oder besser, wir versuchen den Leuten den Blues nahe zu bringen." Auf der Bühne stimmten die „Bluesbreakers" das Publikum passend mit „Paris Groove" von Muddy Waters ein, denn neben eigenen Stücken gab die Band auch Cover bekannter Blues-Stars wie dem verstorbenen William Clarke zum Besten, wobei sich die Stücke durch die Neuinterpretation von den Originalen abhoben. „Was groovt, ist gut", bringt Bassist Roks die Stimmung der Band auf den Punkt. Sowohl knalligere, als auch entspann-tere Songs, stets begleitet durch Dik Korvings unvergleichliche Blues-Stimme, wechselten sich mit rein akustischen Stücken ab. „Die Musik ist einfach klasse, und die Live-Atmosphäre gefällt mir gut", findet auch Martina Fredericq. Sie war an diesem Abend zum zweiten, „aber sicher nicht zum letzten Mal" da.

Best of 2007

Konzert Auch in diesem Jahr bietet der Culturkreis Gelderland rund um die Brüder Felix und Gregor Pickers in der Gaststätte „Friedenseiche" in Walbeck wieder ein Best of.

Musiker Mit „Lopinto 7" aus Rheinberg, den Newcomern „Dead Notes" aus Walbeck und King Confidence stehen bereits zwei Bands fest. ...