Downhome Bluesband begeisterte im rappelvollen Muddy-Waters-Saal
„Ich hab mich gefühlt wie in einem Club in Chicago“, schwärmt eine von fast 200 Begeisterten am Ende eines mitreißenden Konzertes. Das Düsseldorfer Trio hatte zuvor in einer dreistündigen Liveshow den Blues in all seinen Nuancen geradezu zelebriert.
Die „alten Hasen“ des Zwölftakters boten Highlights aus 80 Jahren Bluesgeschichte und machten auch vor Rock’n’Roll, Pop- und Soulnummern nicht Halt: „Hauptsache der Groove stimmt!“, ist das Credo der Band und dafür ist vor allem Leadsänger und Bassist Pedy Pett zuständig, der mit stoischer Ruhe die Saiten zupft, während Markus Winkmann die Drums routiniert wie ein Wirt die Zapfanlage bedient und Loeny ein ums andere Mal seine Strat „von der Kette lässt“. Und das tut der Mann mit der schwarzen Löwenmähne mit einer einzigartigen Mischung aus Inbrunst und Nachlässigkeit mal im Stil von Albert Collins, mal mit dem Sound von Robert Cray.
Pedy versucht als weißer Mann gar nicht erst die schwarzen Kings zu imitieren, orientiert sich eher an Phrasierung und Intonation eines Joe Cocker. Bei „Mind has been lost“ fühlt man sich gar an Roger Chapman erinnert. Mit „Everyday“ gelingt es ihm mühelos das Publikum zum Backgroundchor umzufunktionieren. Die Jungs haben sich schließlich beim Baden-Baden-Bluesfestival ebenso durchgesetzt wie im legendären „House of Blues“ in New Orleans. Auch in Geldern sind sie erst zufrieden, als die Bude Kopf steht und selbst Wirtin und Veranstalter auf den Tischen tanzen.
RP vom 24.02.2008
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