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Portrait in der "Rheinischen Post" vom 3. März 2009
Der „Klee-Mann“
VON MICHAEL KLATT
Neuer stellvertretender Vorsitzender vom Culturkreis Gelderland ist Detlev Pertz. Er betreut unter anderem Musiker, die in Geldern und Umgebung gastieren.
Im organisatorischen Bereich sieht der zweifache Vater, der einen weiteren großen Teil seiner Freizeit als Hobbykicker, Tennisspieler und F-l-Fußballtrainer von Grün-Weiß Vernum dem Sport widmet, seine Stärken. Er kümmert sich um den Bühnenaufbau und begleitet die Musiker. „Eine super PA -Anlage, eine gute Bühne und ein gutes Catering sind wichtig", weiß der Gladbach-Fan. Dass der Culturkreis das bietet, beweisen die vielen positiven Rückmeldungen der Bands.
In den Proberäumen
Die junge Musikszene in der Region lebendig halten, das ist ein Anspruch der gut ein Dutzend Culturkreis-Aktiven. Wie die rührigen Brüder Felix und Gregor Pickers hört sich der 2. Vorsitzende in den Proberäumen der Gegend um. Für die Konzerte werden immer wieder: Nachwuchsbands als Support für bekannte Formationen geholt. Im März etwa sind „Poster im Heft" aus Kevelaer Vorband von „Kapelle Petra", im Dezember stehen die „DeadNotes" aus Walbeck mit Inga Rumpf auf der Bühne. „Der Austausch hinter der Bühne ist eine gute Erfahrung für alle", berichtet Pertz, der sich darüber freut, dass die „Niersbrücke" in Geldern von den Blues-Fans und die „Friedenseiche" in Walbeck von den Rock-Anhängern als Konzertsäle so gut angenommen werden.
Dann greift der „Klee"-Mann vom Culturkreis zu seiner Gitarre. Nicht das gleiche Modell wie damals. „Aber die Griffe sind noch dieselben wie früher."
| GELDERN Eine Gitarre besitzt Detlev Pertz noch. Nicht dieselbe wie Anfang der 80er Jahre. Damals spielte und sang er in der Band „Seidenfairem Tom Deininger und Sten Servaes. Diese beiden leben heute in Köln und sind mit der Gruppe * „Klee" bundesweit erfolgreich. Pertz ist in Geldern geblieben. Und hat als 2. Vorsitzender vom Cultur-kreis Gelderland viel mit Live-Musik zu tun. Erinnerung an Bösken Aus traurigem Anlass kam der 40-Jährige an dieses Ehrenamt. Er ist Nachfolger von Thomas Bösken, der im Dezember mitten in der Vorbereitung eines Culturkreis-Konzerts plötzlich starb. „Tom ist nicht zu ersetzen, er war ein Musikkenner mit viel Live-Erfahrung", erinnert Pertz an seinen Vorgänger. Das Kapitel Musikmachen hatte Pertz nach dem Ende von „Seidenfalter" beendet. Er konsumierte Rockiges, auch mit deutschen Texten: Brit-Pop, Tocotronic. Felix Pickers, mit dem der Tischler bei Haus Freudenberg arbeitet, sprach ihn an, ob er nicht beim Culturkreis mitmachen wolle. Immer wieder hatten sich die Kollegen über Musik ausgetauscht und sich gemeinsam im „Americano" in Aengenesch Bands angehört. Seit acht Jahren macht Pertz in dem kleinen Verein jetzt mit. | ![]() |
